Blog der Libertären Aktion Frankfurt (Oder) http://libertaereaktionffo.blogsport.de Sat, 18 Apr 2015 12:53:46 +0000 http://wordpress.org/?v=1.5.1.2 en UMGEZOGEN! http://libertaereaktionffo.blogsport.de/2015/04/18/umgezogen/ http://libertaereaktionffo.blogsport.de/2015/04/18/umgezogen/#comments Sat, 18 Apr 2015 12:53:46 +0000 Administrator Allgemein http://libertaereaktionffo.blogsport.de/2015/04/18/umgezogen/ Wir sind umgezogen. Unseren neuen Blog findet ihr unter: www.laffo.blogsport.eu

Viel Spaß beim schmökern!

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3. Anarchistische Buchmesse Mannheim http://libertaereaktionffo.blogsport.de/2015/03/24/3-anarchistische-buchmesse-mannheim-3/ http://libertaereaktionffo.blogsport.de/2015/03/24/3-anarchistische-buchmesse-mannheim-3/#comments Tue, 24 Mar 2015 09:03:38 +0000 Administrator Allgemein Termine http://libertaereaktionffo.blogsport.de/2015/03/24/3-anarchistische-buchmesse-mannheim-3/

Editorial

3. Anarchistische Buchmesse Mannheim
24. bis 26. April 2015

Info*s
Programm

„Ein Buch muss die Axt sein für das gefrorene Meer in uns. (Franz Kafka)“

Wie 2011 und 2013 wird es in Mannheim wieder eine anarchistische Buchmesse geben. Die aktuelle Situation in der Welt zeigt, dass Alternativen zu Krieg, Kapitalismus und anderen autoritären Systemen dringend nötig sind. Der Anarchismus mit seinem herrschaftsfreien Anspruch kann diese Alternativen bieten.

Unserer Überzeugung nach ist der Anarchismus die vielversprechendste Alternative zum gegenwärtigen kapitalistisch-parlamentarischen Gesellschaftssystem, da sich der Staatskommunismus bzw. -sozialismus auch nicht als erstrebenswert erwiesen hat.

Die Buchmesse soll dazu beitragen, ein vielseitiges anarchistisches kulturelles Leben aufzubauen. Dabei soll sowohl die bestehende anarchistische Bewegung weiter vernetzt, als auch der Anarchismus in der Rhein-neckar-Region breiter verankert werden. Das libertäre Literaturangebot umfasst heute nicht nur die “Klassiker”. Gerade die kleineren Verlage tragen zu einer großen Bandbreite an Autor_innen und Themen bei.

Mit dieser Buchmesse möchten wir diesen Verlagen und deren Autor_innen wieder die Möglichkeit geben, sich vorzustellen. Sie soll aber auch Interesse an der Anarchie wecken und den gedanklichen Austausch zwischen den Teilnehmer_innen fördern. Der Erfolg und Zuspruch unserer letzten beiden Buchmessen motiviert uns, dieses Projekt ein weiteres Mal anzupacken. Darüber hinaus freuen wir uns sehr, dass im Oktober 2014 eine weitere Buchmesse im deutschsprachigen Raum stattfand – nach der “Anarchist Bookfair” in Biel und der “Limesse” im Ruhrgebiet gibt es nun auch die “Radical Bookfair” in Hamburg.

Zahlreiche Autor_innenlesungen und ein künstlerisches Rahmenprogramm werden die Buchmesse begleiten. Für Vorschläge und Angebote sind wir offen. Der Eintritt ist natürlich frei. Wir als Veranstalter_innen verfolgen kein kommerzielles Interesse.

Da wir die gleichen Räumlichkeiten wie bei den letzten Malen nutzen, ist auch 2015 wieder alles barrierefrei erreichbar. Wegbeschreibungen und Informationen zu Übernachtungsmöglichkeiten erfahrt Ihr bald auf dieser Seite.

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Projektbericht der Filmvorstellungen von Mietrebellen am 04. & 05.03.2015 http://libertaereaktionffo.blogsport.de/2015/03/21/projektbericht-der-filmvorstellungen-von-mietrebellen-am-04-05-03-2015-2/ http://libertaereaktionffo.blogsport.de/2015/03/21/projektbericht-der-filmvorstellungen-von-mietrebellen-am-04-05-03-2015-2/#comments Sat, 21 Mar 2015 08:41:07 +0000 Administrator Allgemein http://libertaereaktionffo.blogsport.de/2015/03/21/projektbericht-der-filmvorstellungen-von-mietrebellen-am-04-05-03-2015-2/ Am 04.03.2015 wurde der Film „Mietrebellen – Widerstand gegen den Ausverkauf der Stadt“ dass erste mal in Frankfurt (Oder) gezeigt, nachdem er im letzten Jahr beispielsweise auf dem „Oboa-Festival“ in Gorgast (Oderbruch) gastierte. In Anwesenheit des Produzenten Matthias Coers, welcher freundlicherweise im Beisein beider Veranstaltungen interessante Diskussionsinputs gab und die Geschehnisse in Berlin relativ leicht erklären konnte, wurde der Film in Verbindung mit unserer Diskussionsgrundlage zur Stadtentwicklung in Frankfurt (Oder) gezeigt. Im Café „Brot & Zucker“ waren an diesem Abend ca. 20 Personen anwesend, darunter Studierende, Kommunalpolitiker*innen, vor allem jüngere Menschen aus Frankfurt (Oder), aber auch ein paar ältere Frankfurter*innen. Es entstanden interessante Diskussionen, aber letztendlich war klar, dass sich eine übergreifende Bewegung aus verschiedenen Bevölkerungsgruppen, die sich wie am Beispiel Berlins für das Recht auf Stadt einsetzt, in Frankfurt (O.) nicht erzeugen ließe – dazu würden beispielsweise die Mietsteigerungen, die in Berlin explosionsartig ausfallen, in Frankfurt (O.) zu moderat steigen.

Ein weiteres Mal wurde der Film am 05.03.2015 im Kontaktladen des Utopia e.V. gezeigt, wo ebenso eine anregende Diskussion entstand, jedoch bei etwas weniger Publikum als am Tag zuvor. Diesmal waren hauptsächlich Studierende fortgeschrittenen Semesters anwesend.

Die Diskussionen haben gezeigt, dass unsere Diskussionsgrundlage sehr gut ankam. Das bewegt uns in Zukunft dazu, diese auch an Flugblättern in der Stadt und am Campus der Universität Viadrina zu verteilen um die in Frankfurt lebenden, arbeitenden und studierenden Menschen dazu anzuregen, aktiv an der Gestaltung und den Geschehnissen in Frankfurt (Oder)-Slubice teilzunehmen.

Wir danken für die freundliche, finanzielle Unterstützung durch den Asta der Universität Viadrina.

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Anarchistische Kampagne und Mobilisierung rund um den G7 Gipfel 2015 http://libertaereaktionffo.blogsport.de/2015/03/16/38/ http://libertaereaktionffo.blogsport.de/2015/03/16/38/#comments Mon, 16 Mar 2015 16:57:25 +0000 Administrator Allgemein http://libertaereaktionffo.blogsport.de/2015/03/16/38/ Am 7. und 8. Juni 2015 treffen sich im oberbayerischen Schloss Elmau die Staats- und Regierungschefs der sogenannten „G7-Staaten“. Die Föderation deutschsprachiger Anarchist*innen (FdA-IFA) einschließlich der Libertären Aktion Frankfurt (Oder) und die Anarchistische Föderation Rhein/Ruhr (AFRR) organisieren gemeinsam mit Aktivist*innen aus Bayern und weiteren anarchistischen Gruppen eine Kampagne zu diesem Thema. Geplant sind eine Gaidao-Sonderausgabe mit Texten der beteiligten Gruppen, ein anarchistischer Block auf der Großdemonstration am 6. Juni in Garmisch-Patenkirchen, Info- und Mobilisierungsveranstaltungen sowie ein eigener Bereich auf dem Protestcamp.

In den nächsten Wochen und Monaten findet ihr hier weitere Informationen, Mobimaterial, Radiobeiträge, uvm.

Termine

27. März, 19 Uhr – Nürnberg
Mobivortrag , Projekt 31, Nürnberg
Weitere Infos

31. März, 19 Uhr – Dortmund, mit Küfa
Mobivortrag im Nordpol
Weitere Infos

02. April, 20 Uhr – Bochum, mit Küfa
Mobivortrag im Sozialen Zentrum
Weitere Infos

17. April, 19:00 Uhr – Essen. mit Küfa
Mobivortrag im Groundzero
Weitere Infos

22. April, 19 Uhr – Mülheim
Mobivortrag im AZ Mülheim
Weitere Infos

23. April – Ludwigsburg
Mobivortrag im DemoZ
Weitere Infos

25. April, 19 Uhr – Krefeld mit Küfa
Mobivortrag im 35 Blumen
Weitere Infos

03. Mai, ab 11 Uhr – im AZ Mülheim
G7 – Aktionstag zur Vorbereitung auf die G7 Proteste
Weitere Infos

14. Mai, 19 Uh – Duisburg mit Küfa
Mobivortrag im Syntopia
Weitere Infos

23 Mai – Frankfurt Oder
Aktionstag: G7 Kapital, Nation, Herrschaft – Eine Anarchistische Kritik an den Großmächten
Weitere Infos

20. Juni – im AZ Mülheim
Afterwork Soliparty Ruhrgebiet
Weitere Infos

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Bericht zum (Anarcha)feministischen Aktionstag der Libertären Aktion Frankfurt (Oder) am 07.03.2015 im Rahmen des Weltfrauenkampftages mit anschließender Party in den Frauenkampftag http://libertaereaktionffo.blogsport.de/2015/03/12/bericht-zum-anarchafeministischen-aktionstag-der-libertaeren-aktion-frankfurt-oder-am-07-03-2015-im-rahmen-des-weltfrauenkampftages-mit-anschliessender-party-in-den-frauenkampftag/ http://libertaereaktionffo.blogsport.de/2015/03/12/bericht-zum-anarchafeministischen-aktionstag-der-libertaeren-aktion-frankfurt-oder-am-07-03-2015-im-rahmen-des-weltfrauenkampftages-mit-anschliessender-party-in-den-frauenkampftag/#comments Thu, 12 Mar 2015 14:51:13 +0000 Administrator Allgemein http://libertaereaktionffo.blogsport.de/2015/03/12/bericht-zum-anarchafeministischen-aktionstag-der-libertaeren-aktion-frankfurt-oder-am-07-03-2015-im-rahmen-des-weltfrauenkampftages-mit-anschliessender-party-in-den-frauenkampftag/ +++Ausstellung+++Vorträge+++Workshop+++Party+++

Mit einer Party im verbuendungshaus fforst wurde der internationale Frauenkampftag 2015 eingeleitet. Dem voran stand ein ereignisreicher Tag. Mit einer Ausstellung und einem Vortrag wurde dem Lebenswerk der Anarchistin und Mitbegründerin Anarcha-feministischer Positionen, Emma Goldman, gedacht. Ein weiterer Vortrag der Gruppe „e*spaces“ aus Dresden beschäftigte sich mit der Kritik an dem Begriff der Definitionsmacht und lud zur Diskussion ein. Ein Stencil-workshop bot die Möglichkeit, sich praktisch zu betätigen.

Gegen 14 Uhr erklang Musik der 20er Jahre in der Großen Scharnstraße in Frankfurt (Oder). Das Trio, bestehend aus Kontrabass, Violine und Gitarre, lud Anwesende und Passant*innen zur Ausstellung „Emma Goldmann: Anarchistin, Revolutionärin-Feministin“ ein.

Gegen 14.30 wurde die Ausstellung mit einer kurzen Rede und Sektempfang eröffnet. Dem folgte ein Vortrag über das Leben und Wirken Emma Goldmans. Bei weiterem Sekt und veganen Häppchen verweilten die Anwesenden und schauten sich die Ausstellung an, welche im Laufe des Tages von vielen interessierten Menschen bis 19.00 Uhr besucht wurde. Um 18 Uhr traf schließlich das Abendessen in Form einer Couscous-Gemüse-Pfanne ein.

17 Uhr begann der Vortrag der Gruppe „e*spaces“ aus Dresden. Diese beschäftigten sich mit der Frage der Auslegung von Definitionsmacht und ihren Auswirkungen. Welche weiteren Möglichkeiten bestehen in einer emanzipatorischen Gesellschaft zur Klärung von (sexuellen) Grenzüberschreitungen? Dabei wurden viele Fragen aufgeworfen und es bestand Raum zur Diskussion, welche im Anschluss in Zweiergesprächen vertieft wurde. Angemerkt sei an dieser Stelle, dass es nicht darum ging, Definitionsmacht zu verneinen, sondern eine kritische Auseinandersetzung damit anzuregen, um zu einer besseren Praxis zu gelangen.

20 Uhr begann dann die Party unter dem Motto „If I can´t dance, it’s not my revolution“ im verbuendungshaus fforst. Den Anfang machte zur Freude aller wieder das Eingangs beschriebene Trio. Danach betrat „Bahati“ aus Berlin die Bühne und setzte sich mit Themen wie Sexismus im HipHop in Form von „Digital Poetry“ auseinander, eine Stilrichtung, die aus dem Genre des Spoken Word stammt. Den Abschluss bildete Djane Frenzy aus FFO, die den Übergang in den beginnenden Frauenkampftag einläutete und ihn dann auch zu einem feuchtfröhlichen Morgen machte.

Mit der Ausstellung und den Vorträgen wurden auch Menschen außerhalb der Bewegung erreicht. Neue Kontakte konnten so geknüpft werden und wir waren in der Mitte der Stadt sichtbar.

Bedanken möchten wir uns bei den Musiker*innen, dem verbuendungshaus fforst e.V., dem Studierendenmeilen e.V. und allen Helfer*innen, die zum Gelingen des Tages beigetragen haben.

Die Ausstellung ist noch bis zum 20.März von Montag – Freitag im Medienkomplex auf der Großen Scharnstraße, jeweils von 15.00 – 18.00 Uhr, geöffnet.

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Libertärer Tresen + Vortrag und Diskussion mit Peter Nowak: „Gentrifizierung und Widerstand“ http://libertaereaktionffo.blogsport.de/2015/03/11/libertaerer-tresen-buchvorstellung-zwangsraeumungen-verhindern/ http://libertaereaktionffo.blogsport.de/2015/03/11/libertaerer-tresen-buchvorstellung-zwangsraeumungen-verhindern/#comments Wed, 11 Mar 2015 20:12:22 +0000 Administrator Allgemein http://libertaereaktionffo.blogsport.de/2015/03/11/libertaerer-tresen-buchvorstellung-zwangsraeumungen-verhindern/ Am 26.03. findet wie an jedem letzten Freitag des Monats der Libertäre Tresen im Backdoor statt. Losgehen wird es ab 20:00 Uhr mit einem Vortrag und anschließender Diskussion von Peter Nowak, einem Redakteur, der beispielsweise für die Jungle World und das Neue Deutschland schreibt. Wir laden euch herzlich ein, zum Thema „Gentrifizierung und Widerstand“ ins Gespräch zu kommen:

Gentrifizierung – dieses Wort wurde in den letzten Jahren bei vielen Menschen, die nicht zu den Hochbegüterten zählen, zu einem angstbesetzten Begriff. Er steht für die Aufwertung von Stadtteilen, die zu Mietsteigerungen und zur Vertreibung von einkommensschwachen Menschen führt. Längst ist davon auch die prekäre Mittelschicht betroffen, was auch ein Grund dafür ist, dass es der Gentrifizierungsdiskurs aus der Wissenschaft in die Medien und Talkshows der Republik geschafft hat. In der Veranstaltung wird der Journalist Peter Nowak http://peter-nowak-journalist.de/ auf die Grenzen dieser Debatte hinweisen.
Wer von Gentrifizierung spricht, darf von Kapitalismus nicht schweigen.

Die Aufwertung von Stadtteilen und die Vertreibung von einkommensschwachen Bevölkerungsteilen ist so alt wie der Kapitalismus, der Widerstand der betroffenen Mieter_innen ebenfalls. Nur wurde dieser Widerstand in der Geschichtsschreibung oft nicht erwähnt. Die heutige Mieter_innenbewegung und die Kämpfe gegen Zwangsräumungen, die seit einigen Jahren in verschiedenen Städten entstanden sind, stehen in dieser Traditionslinie. Dieser Widerstand richtet sich nicht nur gegen die Gentrifizierung, sondern auch gegen eine gezielte Verarmungspolitik, die in Deutschland Namen wie Hartz IV und Niedriglohnsektor trägt.

Im Anschluss gibt*s wie gewohnt Dosenmukke auf die Ohren und die Möglichkeit, bei Küfa und Bierchen an der Bar zu verweilen oder an unserem derzeit gut bestückten Infotisch zu stöbern.

Kein Platz für jedwede Diskriminierung. Das heißt, dass sexistisches, rassistisches, nationalistisches und in sonst einer Art und Weise abwertendes Verhalten nicht toleriert wird.

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Diskussionsbeitrag: Stadtentwicklung http://libertaereaktionffo.blogsport.de/2015/03/11/diskussionsbeitrag-stadtentwicklung/ http://libertaereaktionffo.blogsport.de/2015/03/11/diskussionsbeitrag-stadtentwicklung/#comments Wed, 11 Mar 2015 19:57:29 +0000 Administrator Allgemein http://libertaereaktionffo.blogsport.de/2015/03/11/diskussionsbeitrag-stadtentwicklung/

…anstelle eines Yachthafens [1], der für eine privilegierte Elite nutzbar ist und für den ein weiteres Stück grün in Frankfurt weichen musste, würde in der Lebuser Vorstadt ein Naturerholungszentrum entstehen, von dem jede*r profitiert. Natürlich ohne das umliegende Gebiet danach zu einer Gegend zu erklären, die im Nachhinein durch höheren Marktwert und Wohlfühlfaktor und damit verbunden steigenden Mieten wieder nur für einen privilegierten Teil der Bevölkerung bewohn- und deshalb direkt nutzbar ist. Nehmt auch den Bau eines Luxuseinkaufszentrums [2] an der Oderbrücke nicht einfach so hin, hinterfragt ihn. Birgt es vielleicht mehr Risiken, als dass es Nutzen bringen wird – bringt es die restlichen, übrig gebliebenen Einzelhandelsgeschäfte in der Magistrale in Gefahr? [3] Erhöhen im Konsumtaumel schwebende Menschen und das Abtauchen in eine vorübergehend zufriedenstellende Scheinwelt wirklich unsere Zufriedenheit? Würde nicht vielleicht die Umwandlung der Gegend um die Stadtbrücke in eine Kreativfläche, die für alle Menschen und Initiativen nutzbar ist, unsere Lebensqualität erhöhen? Oder eventuell doch ein internationaler Wochenmarkt mit frischem Obst und Gemüse und kulturellen Beiträgen?

Manchmal kommen wir um Abriss einfach nicht drum herum. Aber müssen deshalb halbe Stadtteile dem Erdboden gleichgemacht werden [4] und im gleichen Atemzuge die Innenstadt in einer Art und Weise aufgewertet werden, die die sozial schwächsten in unserer ohnehin von monetären Werten geprägten Gesellschaft einfach nicht mitdenkt, sondern ausschließt. [5] Eine Aufwertung, die auch zunehmend Einzelhändler*innen das Leben schwer macht, und die die Entwicklung in der Innenstadt mehr und mehr zahlungsstarken Privatinvestor*innen überlassen, die im Allgemeinen nicht nach der Meinung der Stadtbevölkerung fragen. [6] Wir denken, dass Lebensqualität in gemeinschaftlichem Handeln und Miteinander schneller wachsen kann – zu diesem Miteinander gehört auch das Mitdenken in irgendeiner Art und Weise sozial schwächer gestellter Menschen. Wie sonst sollte man geprägt von Existenzangst und Daseinszwängen eine Motivation dafür entwickeln, sich am gesellschaftlichen Leben zu beteiligen? In Frankfurt (O.), einem Ort, der im herrschenden System ohnehin viele berechtigterweise unzufriedene Menschen hervorbringt, ist diese Demotivation tagtäglich sichtbar. Diese äußert sich aber viel zu oft in offen zur Schau getragenem Rassismus und der Abwertung vermeintlich „anderer“ Menschen, um seine eigene, vermeintliche soziale Besserstellung aufgrund einer bestimmten Staatszugehörigkeit zu manifestieren. [7]

Das Lichtspieltheater der Jugend war ein kleiner Lichtblick. Viele Menschen aus Frankfurt (Oder), auch Menschen, die nicht unbedingt politische Ämter bekleiden, diskutierten zum Ende letzten Jahres lebhaft über die Zukunft des Lichtspieltheaters. Viele Ideen kamen zusammen, vom Café, über ein Retro-Kino bis hin zu einem Mehrgenerationenhaus war alles dabei. [8] Letztendlich wurde aber auch an der Diskussion dieses Objekts wieder sichtbar, dass eine starke Spaltung zwischen Menschen, die Politik machen und Menschen, für die vermeintlich Politik gemacht wird, existiert. Die Initiative um das Theater scheint noch nicht ganz eingeschlafen, jedoch scheint auch dieses Objekt wieder einmal zu einem Verwaltungsakt verkommen zu sein. [9] Könnte es anders laufen? Was wäre, wenn das Lichtspieltheater in die Hand der Stadt käme und diese die Gründung eines Bürger*innenkomitees anregen würde, das durch entsprechende Expert*innen unterstützt wird. Ein Komitee, das über die Zukunft des Lichtspieltheaters gemeinsam entscheidet. Schließlich gab es ja doch viele verschiedene Vorstellungen, was mit dem Lichtspieltheater geschehen könnte. Vor- und Nachteile aller Vorschläge sollten auch fernab von Profit- und Prestigeinteressen bewertet werden.

Lebensqualität wird nicht durch die verstärkte Durchsetzung von Kapitalinteressen erhöht. Ladet ALLE Nachbar*innen in euren Häusern und Straßen ein und schließt euch zu Straßengemeinschaften zusammen. Bestimmt selbst und gemeinsam, wie ihr euer näheres Lebensumfeld gestalten und verändern könnt. Vielleicht könnt ihr auch eure Häuser und Wohnungen als Hausvereine übernehmen – Lebensraum darf schließlich nicht länger eine Ware bleiben, die zu einem marktwirtschaftlichem Spekulationsobjekt verkommt. Wohnraum muss bezahlbar bleiben – auch für die Schwächsten in unserer Gesellschaft. Ihr könntet eure Anliegen in die Stadtverordnetenversammlung tragen und verteidigen – mit Nachdruck und gemeinschaftlich. Wir wurden schließlich nicht dazu geboren, unser Leben von Stellvertreter*innen, zum Beispiel Wohnungsbaugesellschaften und Stadt, gestalten und verwalten zu lassen.

Unsere kleine Reise in die Utopie eines aus unserer Sicht für alle lebenswerteren Frankfurts kann im wahrsten Sinne sehr utopisch anmuten. Realistisch und nach (markt)wirtschaftlichen Gesichtspunkten betrachtet, würden wir aber zu ähnlichen Schlüssen kommen: Mit mehr Mitbestimmung, Eigeninitiative und Selbstverwaltung einer Stadt von Bürger*innen für Bürger*innen kommt Frankfurt als Konsumstandort eine sekundäre Rolle zu – jedoch würden die Verwaltungskosten durch die Stadt in ebenso hohem Maße sinken. Was unser utopischer Ausflug nicht beantworten kann, ist die Frage, wie wir zu mehr Selbstbestimmung und Selbstverantwortung kommen. Wie wir von passiv verwalteten Bürger*innen zu aktiv handelnden Individuen werden, gesellschaftlicher Vereinzelung vorbeugen und eine merkliche Politikverdrossenheit in der Gesellschaft in selbstbestimmtes Handeln umwandeln. Wäre es nicht viel schöner, wenn wir unsere Nachbar*innen einfach an die Hand nehmen könnten, zufrieden vor unsere Haustür in eine bunte, vielfältige Stadt treten könnten, in der auch unsere eigenen Vorstellungen, unsere eigenen Fähigkeiten und unser eigenes Können Platz gefunden haben? Das Konzept „Wir im Quartier“ bietet bereits einen guten Ansatz für solcherlei Projekte, wobei es noch wesentlich ausbaufähiger ist und die Beteiligung noch stark erhöht werden könnte. Es wurden in den letzten Jahren unzählige Konzepte entworfen und verworfen (kein Komma) die Kaufkraft in Frankfurt (Oder) zu erhöhen, um damit auf einen Weg zu Glück und Wohlstand zu gelangen. Das Scheitern sämtlicher Konzepte liegt nicht nur an der Stadtverwaltung, sondern an der allgemein verbreiteten Gleichsetzung des Kapitals als unhinterfragbaren Heilsbringer oder übermächtige Gottheit, die den Menschen irgendwann schon auf den Weg in ein zufriedenes Leben geleiten wird.
Wir denken, es ist Zeit, einen anderen Weg zu gehen – unzählige Beispiele auch über Frankfurt (Oder) hinaus beweisen das.

[1]http://www.moz.de/artikel-ansicht/dg/0/1/1319113
[2]http://www.moz.de/details/dg/0/1/1361617/
[3]http://www.moz.de/artikel-ansicht/dg/0/1/1132965
[4]http://www.moz.de/artikel-ansicht/dg/0/1/1018154
[5]http://www.blickpunkt-brandenburg.de/nachrichten/frankfurt-oder/artikel/29542.html
[6]http://www.moz.de/heimat/lokalredaktionen/frankfurt-oder/artikel9/dg/0/1/1311289/
[7]http://www.blickpunkt-brandenburg.de/nachrichten/frankfurt-oder/artikel/30260/Altes+Kino+in+Licht+getaucht
[8]http://www.moz.de/heimat/lokalredaktionen/frankfurt-oder/artikel9/dg/0/1/1311289/
[9]http://www.moz.de/heimat/lokalredaktionen/frankfurt-oder/artikel9/dg/0/1/1344446/

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http://libertaereaktionffo.blogsport.de/2015/03/11/diskussionsbeitrag-stadtentwicklung/feed/
Ein Statement gegen Staatsflaggen http://libertaereaktionffo.blogsport.de/2015/02/20/eine-statement-gegen-staatsflaggen/ http://libertaereaktionffo.blogsport.de/2015/02/20/eine-statement-gegen-staatsflaggen/#comments Fri, 20 Feb 2015 17:19:05 +0000 Administrator Allgemein http://libertaereaktionffo.blogsport.de/2015/02/20/eine-statement-gegen-staatsflaggen/ Am Samstag, dem 14.02.2015 fand in Frankfurt (Oder) eine antirassistische Demonstration statt. Wir waren selbst Teilnehmer*Innen dieser Demonstration und beteiligten uns nach unseren Möglichkeiten und Vorstellungen an deren Organisation. Wir nahmen dafür in Kauf, das wir mit Menschen auf die Straße gingen, die nicht unbedingt unsere Sicht der Welt teilen. Das finden wir auch nicht schlimm, um es genauer zu sagen, wir haben es sogar als Chance begriffen, anarchistische Inhalte unter die Menschen zu bringen. Dass wir uns dazu gezwungen sehen mussten, unsere eigenen Ideale zu verraten, damit hätten wir jedoch nicht gerechnet.

Wir mussten uns spätestens nach der Demonstration folgende Frage beantworten: Wie gehen wir mit Menschen um, die auf Demonstrationen mit der deutschen Nationalflagge kokettieren? Oder besser gesagt: Wie gehen wir mit Menschen um, die auf Demonstrationen mit der deutschen Nationalflagge kokettieren, wenn es einen Großteil der vorwiegend bürgerlichen Demonstration nicht einmal ansatzweise stört? Unter der deutschen Nationalflagge geschieht tagtäglich institutioneller Rassismus, Ausgrenzung und sogenannte Fremdenfeindlichkeit. Die deutsche Flagge ist wie alle anderen Nationalstaatssymboliken in Blut getränkt: Unter ihr geschahen neben vielen anderen Verbrechen an der Menschheit NSU, Hoyerswerda, Rostock-Lichtenhagen und Mölln. Auch heute gehören solche Zustände wieder zum Alltag. Das Tragen einer solchen Flaggen als vermeintliche Provokation ist der blanke Hohn für Betroffene solcher und ähnlicher, aus rassistischer Motivation verübter Gewalttaten des deutschen Volkszorns. Ein deutscher Patriotismus ist ebenso wie jeder andere Patriotismus der Wegbereiter für völkisches Denken, Unrecht und Mord im Zeichen einer Flagge.

Wir haben uns die gestellten Fragen beantwortet. Von Bürger*innen und Bürger, die für Antifaschismus und Antirassismus auf die Straße gehen, sollte erwartet werden können, auf solche Personen zu reagieren: Personen, die ihren Patriotismus auf derartigen Demonstrationen zur Schau stellen, haben darauf nichts zu suchen und gehören von dieser einheitlich ausgeschlossen. Der Verherrlichung deutscher Verbrechen darf auf Demonstrationen kein Raum eingeräumt werden – schon gar nicht unter dem Banner des Antifaschismus’ und Antirassismus’. Andernfalls werden wir bürgerliche Bündnisse dieser Art nicht mehr unterstützen.

Wir sind gegen Deutschland! Wir wollen Staaten überwinden! Wir sind antinational!

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Mietrebellen – Gegen den Ausverkauf der Stadt http://libertaereaktionffo.blogsport.de/2015/02/05/mietrebellen-gegen-den-ausverkauf-der-stadt/ http://libertaereaktionffo.blogsport.de/2015/02/05/mietrebellen-gegen-den-ausverkauf-der-stadt/#comments Thu, 05 Feb 2015 09:56:39 +0000 Administrator Allgemein http://libertaereaktionffo.blogsport.de/2015/02/05/mietrebellen-gegen-den-ausverkauf-der-stadt/ 04.03.2015 – 18 Uhr – Brot & Zucker, Brunnenplatz 1
  • 05.03.2015 – 18 Uhr – Utopia Kontaktladen, Berliner Straße 24
  • Zwangsräumung. Verdrängung. Armut. Das sind Auswirkungen einer Gentrifizierungspolitik, die längst nicht nur auf Städte oberhalb der 500.000 im deutschsprachigen Raum zutreffen. Auch in Frankfurt (Oder) werden die Mietpreise vor allem im Innenstadtbereich durch unnötige Aufwertungen in die Höhe getrieben. Preiswerte Wohnungen sind dagegen fehl am Platz oder werden abgerissen, unkommerzielle Initiativen wird der Boden unter den Füßen entzogen. Die Orte, an denen wir Leben, werden nicht durch unsere Bedürfnisse sondern durch unsere Marktfähigkeit bestimmt. Einzelhändler*Innen und kleine Geschäfte im Innenstadtbereich werden zu Gunsten marktfähigerer Konkurrent*Innen vertrieben. Fernab freiheihtlicher Gesellschaftsutopien gilt es auch in Frankfurt (Oder) Strategien gegen wahnwitzige Mietpolitik zu entwickeln.

    Zum Film:

    BERLIN In den letzten Jahren hat sich die Hauptstadt rasant verändert. Wohnungen, die lange als unattraktiv galten, werden von Anlegern als sichere Geldanlagen genutzt. Massenhafte Umwandlungen in Eigentumswohnungen und Mietsteigerungen in bisher unbekanntem Ausmaß werden alltäglich. Die sichtbaren Mieterproteste in der schillernden Metropole Berlin sind eine Reaktion auf die zunehmend mangelhafte Versorgung mit bezahlbarem Wohnraum.
    Der Film ist ein Kaleidoskop der Mieterkämpfe in Berlin gegen die Verdrängung aus den nachbarschaftlichen Lebenszusammenhängen. Eine Besetzung des Berliner Rathauses, das Camp am Kottbusser Tor, der organisierte Widerstand gegen Zwangsräumungen und der Kampf von Rentnern um ihre altersgerechten Wohnungen und eine Freizeitstätte symbolisieren den neuen Aufbruch der urbanen Protestbewegung.

    Dokumentarfilm von Gertrud Schulte Westenberg und Matthias Coers
    D 2014 | 78 min. | OmeU

    Der Trailer zum Film:
    http://youtu.be/skL40QXMd1A

    http://mietrebellen.de/

    Anmeldung:
    libertaere-aktion-frankfurt-oder@riseup.net

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    http://libertaereaktionffo.blogsport.de/2015/02/05/mietrebellen-gegen-den-ausverkauf-der-stadt/feed/
    07.03.2015 – feministischer Aktions- und Infotag http://libertaereaktionffo.blogsport.de/2015/02/01/07-03-2015-aktions-und-infotag/ http://libertaereaktionffo.blogsport.de/2015/02/01/07-03-2015-aktions-und-infotag/#comments Sun, 01 Feb 2015 05:08:48 +0000 Administrator Allgemein http://libertaereaktionffo.blogsport.de/2015/02/01/07-03-2015-aktions-und-infotag/ Feminismus!

    Am 08.03.2015 findet der Weltfrauenkampftag statt. Wir leben nach wie vor in einer Welt, in der heterosexuelle, männlich gelesene Wesen bestimmte Privilegien zugesprochen werden. Menschen, die sich als weiblich definieren, gehören nach wie vor zu Individuen, die strukturell unterdrückt werde. Das äußert sich vom absprechen bestimmter Fähigkeiten, die per se männlichen Wesen zugesprochen werden über finanzielle Benachteiligungen bis hin zu vermehrter sexualisierter Gewalt die damit einhergeht, dass Frauen aufgrund der gesellschaftlich anerkannten Geschlechternorm per Definition die Rolle des sogenannten schwächeren Geschlechts einnehmen.

    Als Anarchist*Innen haben wir unter Anderem die Befreiung der Menschheit als Ziel. Das ist Gleichzusetzen mit der Befreiung jedes einzelnen Individuums von seinen Herrscher*Innen. Dazu zählen wir die Auflösungen sämtlicher genormter Geschlechterrollen- und definitionen sowie den damit verbundenen Zuschreibungen. Herrschaft transportiert und produziert Unterdrückung, herrschende Meinungen ebenso!

    Deshalb laden wir euch anlässlich des diesjährigen Weltfrauenkampftags am 08.03.2015 bereits am 07.03.2015 zu einem bunten Aktions- und Infotag ein. Anschließend werden wir auf die in Zukunft hoffentlich weiterhin erfolgreich geführten feministischen Kämpfe unter dem Motto „If I can*t dance it*s not my Revolution!“ feiern in den Räumen des Verbündungshaus FFORST in den Weltfrauenkampftag feiern.

    ab 14:00 Uhr Eröffnung mit Ausstellung und Vortrag zu Emma Goldman -> Medienkomplex, Studierendenmeile in der Großen Scharrnstraße

    ab 15:30 Uhr Vortrag und Diskussion der Gruppe E*Spaces: „Wir arbeiten nicht mit Definitionsmacht!“ -> Fahrradwerkstatt, Studierendenmeile in der Großen Scharrnstraße (gegenüber des Medienkomplex‘)

    ab 17:00 Uhr Workshop Frauen*Lesben*Trans feministische Stencils -> Studierendenmeile in der Großen Scharrnstraße

    ab 17:00 Uhr weiterer Workshop Frauen*Lesben*Trans Selbstverteidigung -> Studierendenmeile in der Großen Scharrnstraße, Anmeldung: libertaere-aktion-frankfurt-oder@riseup.net

    ab 19:00 Uhr Aftershowparty „If I can*t dance it*s not my revolution!“ -> Verbündungshaus FFORST, Forststraße 3/4

    … Programm tbc.

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