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Viel Spaß beim schmökern!

3. Anarchistische Buchmesse Mannheim

Editorial

3. Anarchistische Buchmesse Mannheim
24. bis 26. April 2015

Info*s
Programm

„Ein Buch muss die Axt sein für das gefrorene Meer in uns. (Franz Kafka)“

Wie 2011 und 2013 wird es in Mannheim wieder eine anarchistische Buchmesse geben. Die aktuelle Situation in der Welt zeigt, dass Alternativen zu Krieg, Kapitalismus und anderen autoritären Systemen dringend nötig sind. Der Anarchismus mit seinem herrschaftsfreien Anspruch kann diese Alternativen bieten.

Unserer Überzeugung nach ist der Anarchismus die vielversprechendste Alternative zum gegenwärtigen kapitalistisch-parlamentarischen Gesellschaftssystem, da sich der Staatskommunismus bzw. -sozialismus auch nicht als erstrebenswert erwiesen hat.

Die Buchmesse soll dazu beitragen, ein vielseitiges anarchistisches kulturelles Leben aufzubauen. Dabei soll sowohl die bestehende anarchistische Bewegung weiter vernetzt, als auch der Anarchismus in der Rhein-neckar-Region breiter verankert werden. Das libertäre Literaturangebot umfasst heute nicht nur die “Klassiker”. Gerade die kleineren Verlage tragen zu einer großen Bandbreite an Autor_innen und Themen bei.

Mit dieser Buchmesse möchten wir diesen Verlagen und deren Autor_innen wieder die Möglichkeit geben, sich vorzustellen. Sie soll aber auch Interesse an der Anarchie wecken und den gedanklichen Austausch zwischen den Teilnehmer_innen fördern. Der Erfolg und Zuspruch unserer letzten beiden Buchmessen motiviert uns, dieses Projekt ein weiteres Mal anzupacken. Darüber hinaus freuen wir uns sehr, dass im Oktober 2014 eine weitere Buchmesse im deutschsprachigen Raum stattfand – nach der “Anarchist Bookfair” in Biel und der “Limesse” im Ruhrgebiet gibt es nun auch die “Radical Bookfair” in Hamburg.

Zahlreiche Autor_innenlesungen und ein künstlerisches Rahmenprogramm werden die Buchmesse begleiten. Für Vorschläge und Angebote sind wir offen. Der Eintritt ist natürlich frei. Wir als Veranstalter_innen verfolgen kein kommerzielles Interesse.

Da wir die gleichen Räumlichkeiten wie bei den letzten Malen nutzen, ist auch 2015 wieder alles barrierefrei erreichbar. Wegbeschreibungen und Informationen zu Übernachtungsmöglichkeiten erfahrt Ihr bald auf dieser Seite.

Projektbericht der Filmvorstellungen von Mietrebellen am 04. & 05.03.2015

Am 04.03.2015 wurde der Film „Mietrebellen – Widerstand gegen den Ausverkauf der Stadt“ dass erste mal in Frankfurt (Oder) gezeigt, nachdem er im letzten Jahr beispielsweise auf dem „Oboa-Festival“ in Gorgast (Oderbruch) gastierte. In Anwesenheit des Produzenten Matthias Coers, welcher freundlicherweise im Beisein beider Veranstaltungen interessante Diskussionsinputs gab und die Geschehnisse in Berlin relativ leicht erklären konnte, wurde der Film in Verbindung mit unserer Diskussionsgrundlage zur Stadtentwicklung in Frankfurt (Oder) gezeigt. Im Café „Brot & Zucker“ waren an diesem Abend ca. 20 Personen anwesend, darunter Studierende, Kommunalpolitiker*innen, vor allem jüngere Menschen aus Frankfurt (Oder), aber auch ein paar ältere Frankfurter*innen. Es entstanden interessante Diskussionen, aber letztendlich war klar, dass sich eine übergreifende Bewegung aus verschiedenen Bevölkerungsgruppen, die sich wie am Beispiel Berlins für das Recht auf Stadt einsetzt, in Frankfurt (O.) nicht erzeugen ließe – dazu würden beispielsweise die Mietsteigerungen, die in Berlin explosionsartig ausfallen, in Frankfurt (O.) zu moderat steigen.

Ein weiteres Mal wurde der Film am 05.03.2015 im Kontaktladen des Utopia e.V. gezeigt, wo ebenso eine anregende Diskussion entstand, jedoch bei etwas weniger Publikum als am Tag zuvor. Diesmal waren hauptsächlich Studierende fortgeschrittenen Semesters anwesend.

Die Diskussionen haben gezeigt, dass unsere Diskussionsgrundlage sehr gut ankam. Das bewegt uns in Zukunft dazu, diese auch an Flugblättern in der Stadt und am Campus der Universität Viadrina zu verteilen um die in Frankfurt lebenden, arbeitenden und studierenden Menschen dazu anzuregen, aktiv an der Gestaltung und den Geschehnissen in Frankfurt (Oder)-Slubice teilzunehmen.

Wir danken für die freundliche, finanzielle Unterstützung durch den Asta der Universität Viadrina.

Anarchistische Kampagne und Mobilisierung rund um den G7 Gipfel 2015

Am 7. und 8. Juni 2015 treffen sich im oberbayerischen Schloss Elmau die Staats- und Regierungschefs der sogenannten „G7-Staaten“. Die Föderation deutschsprachiger Anarchist*innen (FdA-IFA) einschließlich der Libertären Aktion Frankfurt (Oder) und die Anarchistische Föderation Rhein/Ruhr (AFRR) organisieren gemeinsam mit Aktivist*innen aus Bayern und weiteren anarchistischen Gruppen eine Kampagne zu diesem Thema. Geplant sind eine Gaidao-Sonderausgabe mit Texten der beteiligten Gruppen, ein anarchistischer Block auf der Großdemonstration am 6. Juni in Garmisch-Patenkirchen, Info- und Mobilisierungsveranstaltungen sowie ein eigener Bereich auf dem Protestcamp.

In den nächsten Wochen und Monaten findet ihr hier weitere Informationen, Mobimaterial, Radiobeiträge, uvm.

Termine

27. März, 19 Uhr – Nürnberg
Mobivortrag , Projekt 31, Nürnberg
Weitere Infos

31. März, 19 Uhr – Dortmund, mit Küfa
Mobivortrag im Nordpol
Weitere Infos

02. April, 20 Uhr – Bochum, mit Küfa
Mobivortrag im Sozialen Zentrum
Weitere Infos

17. April, 19:00 Uhr – Essen. mit Küfa
Mobivortrag im Groundzero
Weitere Infos

22. April, 19 Uhr – Mülheim
Mobivortrag im AZ Mülheim
Weitere Infos

23. April – Ludwigsburg
Mobivortrag im DemoZ
Weitere Infos

25. April, 19 Uhr – Krefeld mit Küfa
Mobivortrag im 35 Blumen
Weitere Infos

03. Mai, ab 11 Uhr – im AZ Mülheim
G7 – Aktionstag zur Vorbereitung auf die G7 Proteste
Weitere Infos

14. Mai, 19 Uh – Duisburg mit Küfa
Mobivortrag im Syntopia
Weitere Infos

23 Mai – Frankfurt Oder
Aktionstag: G7 Kapital, Nation, Herrschaft – Eine Anarchistische Kritik an den Großmächten
Weitere Infos

20. Juni – im AZ Mülheim
Afterwork Soliparty Ruhrgebiet
Weitere Infos

Bericht zum (Anarcha)feministischen Aktionstag der Libertären Aktion Frankfurt (Oder) am 07.03.2015 im Rahmen des Weltfrauenkampftages mit anschließender Party in den Frauenkampftag

+++Ausstellung+++Vorträge+++Workshop+++Party+++

Mit einer Party im verbuendungshaus fforst wurde der internationale Frauenkampftag 2015 eingeleitet. Dem voran stand ein ereignisreicher Tag. Mit einer Ausstellung und einem Vortrag wurde dem Lebenswerk der Anarchistin und Mitbegründerin Anarcha-feministischer Positionen, Emma Goldman, gedacht. Ein weiterer Vortrag der Gruppe „e*spaces“ aus Dresden beschäftigte sich mit der Kritik an dem Begriff der Definitionsmacht und lud zur Diskussion ein. Ein Stencil-workshop bot die Möglichkeit, sich praktisch zu betätigen.

Gegen 14 Uhr erklang Musik der 20er Jahre in der Großen Scharnstraße in Frankfurt (Oder). Das Trio, bestehend aus Kontrabass, Violine und Gitarre, lud Anwesende und Passant*innen zur Ausstellung „Emma Goldmann: Anarchistin, Revolutionärin-Feministin“ ein.

Gegen 14.30 wurde die Ausstellung mit einer kurzen Rede und Sektempfang eröffnet. Dem folgte ein Vortrag über das Leben und Wirken Emma Goldmans. Bei weiterem Sekt und veganen Häppchen verweilten die Anwesenden und schauten sich die Ausstellung an, welche im Laufe des Tages von vielen interessierten Menschen bis 19.00 Uhr besucht wurde. Um 18 Uhr traf schließlich das Abendessen in Form einer Couscous-Gemüse-Pfanne ein.

17 Uhr begann der Vortrag der Gruppe „e*spaces“ aus Dresden. Diese beschäftigten sich mit der Frage der Auslegung von Definitionsmacht und ihren Auswirkungen. Welche weiteren Möglichkeiten bestehen in einer emanzipatorischen Gesellschaft zur Klärung von (sexuellen) Grenzüberschreitungen? Dabei wurden viele Fragen aufgeworfen und es bestand Raum zur Diskussion, welche im Anschluss in Zweiergesprächen vertieft wurde. Angemerkt sei an dieser Stelle, dass es nicht darum ging, Definitionsmacht zu verneinen, sondern eine kritische Auseinandersetzung damit anzuregen, um zu einer besseren Praxis zu gelangen.

20 Uhr begann dann die Party unter dem Motto „If I can´t dance, it’s not my revolution“ im verbuendungshaus fforst. Den Anfang machte zur Freude aller wieder das Eingangs beschriebene Trio. Danach betrat „Bahati“ aus Berlin die Bühne und setzte sich mit Themen wie Sexismus im HipHop in Form von „Digital Poetry“ auseinander, eine Stilrichtung, die aus dem Genre des Spoken Word stammt. Den Abschluss bildete Djane Frenzy aus FFO, die den Übergang in den beginnenden Frauenkampftag einläutete und ihn dann auch zu einem feuchtfröhlichen Morgen machte.

Mit der Ausstellung und den Vorträgen wurden auch Menschen außerhalb der Bewegung erreicht. Neue Kontakte konnten so geknüpft werden und wir waren in der Mitte der Stadt sichtbar.

Bedanken möchten wir uns bei den Musiker*innen, dem verbuendungshaus fforst e.V., dem Studierendenmeilen e.V. und allen Helfer*innen, die zum Gelingen des Tages beigetragen haben.

Die Ausstellung ist noch bis zum 20.März von Montag – Freitag im Medienkomplex auf der Großen Scharnstraße, jeweils von 15.00 – 18.00 Uhr, geöffnet.